kinokuniya

grosse buchhandelsketten sind im allgemeinen ja eher für endlose stapel von bestsellern und hirnlosen büchern mit pinken covern bekannt.

beste ausnahme: kinokuniya.

ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass ich kinokuniya nur im ausland finde und auf reisen mein sinn oder meine bereitschaft für ungewöhnliches ausgeprägter ist, aber kinokuniya ist mit sicherheit der buchladen, in dem ich die meisten bücher abseits meiner normalen lesegewohnheiten einsammle.

das hat in kuala lumpur funktioniert, in dubai, und jetzt auch in sydney.

jedenfalls kann ich mir sonst nicht erklären, dass ich ein magazin für kurzgeschichten, einen aboriginee-science-fiction-roman, und einen gedichtband einer chinesisch-australischen autorin mitgebracht habe.

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the harbour.

ich sagte ja schon, dass ich das buch ganz grossartig finde, und inspiriert davon habe ich meinen freien tag in sydney am donnerstag auf den fähren verbracht:

zuerst von circular keys nach manly harbour (nordöstlichste spitze der route, die von den fähren angefahren wird), und zurück, und dann von circular keys bis hoch nach parramatta, also quasi den fluss hoch.

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harbour

Ich mag es ganz furchtbar gern, dass ich in einem coolen, unabhängigen Buchladen in Potts Point ein Buch über den Hafen von Sydney gefunden habe.

Zumal ich vor der Abreise nicht dazu kam, noch meine übliche Studienphase zum Reiseziel einzulegen (und weil ich keine Lust auf die „ich ging ins Outback und fand mich selbst“-Geschichten hatte), sodass ich verhältnismässig unvorbereitet in Sydney landete.

Und dann erweist sich „The Harbour“ als famoser Glücksgriff – es ist ein Buch, wie ich sie über einen Ort liebe: eine etwas obskure Nischenthematik (ehemaliger Fernsehmoderator paddelt mit seinem Kayak den gesamten Hafen von Sydney ab; kein Roman, übrigens), anhand derer man erstaunlich viel über Geschichte, Politik und Gesellschaft erfährt, ohne sich durch 700 Seiten von verwirrend gleichen Namen zu lesen („John II tat das, und sein Premier John Prime tat jenes, der Oppositionsführer Joe Print jedoch tat etwas anderes, und dann statb auch noch der dritte Schwippschwager des vorvorletzten Premierministers, der wiederum die Frau des Neffen der Nichte von Joe’s Lieblingshausgehilfen…“).

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easyjet

Nachtrag zu Marrakesh:

Vielleicht kann man doch Easyjet fliegen – wenn man sich Speedy Boarding, mehr Platz, und ein zweites Handgepäckstück kauft. Dann ist der Flug zwar nicht zwingend viel günstiger als Tickets einer anständigen Airline, aber manchmal haben die doch die besseren Flugzeiten (zB. der Flug GLA-LGW) und die besseren Ziele (zB. LGW statt LHR), und dann lohnt sich allenfalls ein Vergleich.

Zumal ich eigentlich deren Werbeclaim – „Generation Easyjet“ – durchaus ansprechend finde, schliesslich bin ich vermutlich die Verkörperung eben dieser Idee des „get up and go“.

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travel prep – marrakesh

Eigentlich buchte ich den Flug nach Marrakesh nur wegen eines Artikels im Guardian über eine Ausstellung im MACAAL, something something Museum of Modern African Art.

I

In der Vorbereitung auf die Reise las ich dann drei Bücher (und eines, während ich dort war):

  • A Year in Marrakesh, Peter Mayne
  • The Voices of Marrakesh, Elias Canetti
  • Street of Thieves, Mathias Enard
  • Lords of the Atlas, Gavin Maxwell (naja, angefangen)

Davon herausragend und unabhängig von Reiseplänen ein tolles Buch: Street of Thieves. Und eigentlich geht es gar nicht um Marrakesh, sondern um Tangier und Spanien.

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marrakesh

Die Erkenntnis aus Cartagena, lieber ein Hotel in der Altstadt zu nehmen, statt eines mit einem guten Gym, liess sich so nicht auf Marrakesh übertragen.

Unter anderem, weil Marrakesh deutlich fussläufiger ist als Cartagena – zugleich war der morgendliche Lauf um die Stadtmauern in Cartagena problemlos möglich, während ich mich das hier angesichts der marokkanischen Männer nicht getraut habe.

Ausserdem hat die Erkenntnis meiner Schottland-Trips, den letzten Flug am Abend nach Hause zu nehmen, um noch so viel wandern zu gehen wie möglich, nicht für Marrakesh funktioniert, weil ich nun sogar den Flug umgebucht habe (aus Easyjet *angewidertes Gesicht*), um morgens zurück zu fliegen… vielleicht, weil ich Schottland so viel lieber mag als Marrakesh.

Andererseits mag ich Schottland lieber als alle anderen Reiseziele ausser Singapore und Neuseeland und Südafrika.

Und es macht eben doch eine Menge aus, ob man 1.5h nach Hause fliegt, oder fast vier.

In jedem Fall weiss ich jetzt, dass ich kein riesiger Fan von Marokko bin, und ich habe Kontinent zwei von sechs in diesem Jahr geschafft.

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Wenn alles gut geht, schaffe ich es dieses Jahr auf alle sechs Kontinente:

Nächste Woche nach Panama und Kolumbien, im Mai nach Marrakesh, im Juni nach Australien und nach Bali. Im September nach Toronto.

(Und das sind noch nicht mal alle meine Ferien. Da gibts dann noch Wales und Schottland und Cornwall den Sommer über und Griechenland im Oktober. Und Deutschland und Schweiz, was eh nicht mehr als reisen zählt.)

Und weil ich es für essentiell halte, mich vorzubereiten, lese ich Bücher von Autoren aus Panama und Kolumbien, oder Bücher, die dort spielen, oder Non-Fiction über Geschichte und Politik.

Ich lese also gerade „The Tailor of Panama“ (bisher der beste John le Carré, den ich je las – bisher mochte ich keins seiner Bücher) and „Hell’s Gorge“ (über den Bau des Kanals), und finde raus, wie ich im NHS-System eine spontane Gelbfieberimpfung bekomme.

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