Kindle vs. iPad

Ich habe meinen Kindle getötet. Das ist ein schwerer Verlust, und wäre es irgendjemand ausser mir selbst gewesen, der sich mit viel Schwung darauf gesetzt hätte, wäre ich schwer angepisst gewesen. Also musste ein neuer her, und in der Zwischenzeit lese ich auf dem iPad (oder altmodisch echte Bücher, aber das ist im Zug so schwierig, weil ich ohnehin immer zwei kiloschwere Taschen mitschleppe und nicht noch mehr Gewicht brauche).

Das wiederum erweist sich als eher mässig gut geeignet fürs Lesen, Kindle App und High Retina-whatever-resolution hin oder her. Und das liegt vor allem am Touchscreen.  Ich döse beim Lesen oft ein (oder, weniger dezent formuliert, ich falle innert weniger Minuten in Tiefschlaf), und dann lässt die Spannung in meinen Händen nach und ich tippe oft versehentlich auf den Screen und blättere weiter. Ich kann also hinterher nur noch so mittelgut nachvollziehen, wo ich aufgehört habe zu lesen.

Zweites Problem: Ich schlafe tatsächlich beim Lesen ein, und dann kippt mir das iPad ins Gesicht. Beim Kindle war das kein Problem, da konnte ich auf der Seite liegen, Kindle in einer Hand, Finja schläft ein, Kindle fällt aus der Hand, keine weiteren Schäden. Nicht so beim iPad – neben dem mittelgrossen Schreck, wenn man davon geweckt wird, dass einem ein Tablet gegen die Nase rummst, habe ich jetzt auch noch Angst, dass ich mal versehentlich im (Halb-)Schlaf  mit besagter Nase eine Email absende oder ähnliche Spässe. Zumal die Standardemail bei meinem iPad die vom Geschäft ist.

Letzte Nacht habe ich allerdings ein Feature entdeckt, das dem Kindle fehlt, und das ich persönlich sehr praktisch finde: der selbstleuchtende Screen. Ich brauche zum Lesen endlich keine Nachttischlampe mehr, und neben der Stromersparnis heisst das vor allem: Wenn ich beim Lesen eingeschlafen bin, muss ich nicht noch mal aufwachen, um das Licht zu löschen. Das iPad verlischt einfach irgendwann von selbst.

Ich will trotzdem mein Kindle zurück. SCHNÜFF. (Und wären die Umstände, unter denen er verstarb, nicht so famos gewesen, wäre ich sicher doch auch erzürnter.)

 

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Eine Antwort zu Kindle vs. iPad

  1. Kaal schreibt:

    Da die astrologischen Langzeitstudien bezüglich Dauer und Umfang von Pech, Problemen oder sexuellem Entzug bei zerbrochenen Kindle-Displays gerade erst anlaufen, wünsch ich Dir prophylaktisch mal alles Gute.

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