Ouvertüre.

Eines meiner Vorhaben für 2013 ist es, mehr Opern zu hören. Erstens, weil ich das irgendwie mag, zweitens, weil es nie schaden kann, den Horizont zu erweitern.
Also werde ich an jedem ersten eines Monats eine neue Oper herunterladen (und irgendwann werde ich mal über die Schwierigkeit schreiben, sich für die richtige Version zu entscheiden, wenn bei Amazon sieben verschiedene zur Auswahl stehen, und bei jeder Version ergehen sich die Kommentatoren in Fachsimpeleien, ob die Sängerin nun schrill oder schroff, lieblich oder süsslich klingt, und dass diese Version ja nun absolut gar nicht vergleichbar sei mit der Aufnahme aus dem Hintertupfinger Opernhaus von 1957, und wer diese Version hört, ist doof!) und den Monat über hören.
Nun habe ich aber so gut wie nie die Musse, mich einen Abend auf die Couch zu setzen und bei einem Glas fein geschwenkten Mineralwassers und mit elitär geneigtem Kopfe Wagner zu lauschen. Also höre ich jetzt zwischendurch Oper. Statt DJ Antoine und Britney Spears höre ich jetzt morgens im Zug, bei der Arbeit, abends im Zug, beim Essen und beim Zähneputzen Oper.
Januar: Wagner. Tannhäuser. (Hat die Anke gesagt, und die muss es wissen, als Opern- und Kunstgeschichte-Koryphäe der Blogosphäre.)
Und jetzt ist mir etwas spannendes aufgefallen – ich bin mit Oper im Ohr noch verpeilter als sonst. Ich hab schon ein halbes Dutzend mal fast meine SBahn-Station verpasst, weil ich zwischen einem (nicht mal besonders guten) Buch und dem ollen Tannhäuser so gefangen war.
Weiss nur noch nicht, ob das speziell Wagner geschuldet ist, oder ob das im Februar mit Aida auch passieren wird, oder im April mit dem Papageno-Dings von Mozart (hab den Namen vergessen, obwohl es die einzige Oper ist, die ich schon seit dem Kindergarten kenne).

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Dieser Beitrag wurde unter Leben. Und so., On the road. veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Ouvertüre.

  1. Regina schreibt:

    Das Papageno-Dings ist die Zauberflöte mit: Tamino und Pamina, Papageno und Papagena, Königin der Nacht und Zarastro… und haufenweise schöner Musik. Aber Oper lebt nicht nur vom Hören sondern zum großen Teil auch vom Sehen. Mit Tannhäuser als Anfang hast Du Dir aber nicht gerade leichte Kost vorgenommen.

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