Punk Art.

Wenn die Medien die Damen von „Pussy Riot“ vielleicht öfter mal als „Künstlerinnen“ denn als Punkband bezeichnen würde, dann würde die ganze Geschichte darum irgendwie mehr Sinn machen.
Ich weiss leider nicht mehr, wo ich das sah (oder las), dass die sich selbst tatsächlich als Künstlerinnen betrachten (und bezeichnen) – es geht viel weniger um das Produzieren von Musik als um den Ausdruck von Meinungen und um den Versuch, Russland mit ihrer Kunst im Sinne eines Happenings zu verändern.
Das, wofür sie ins Straflager gekommen sind (ein „Konzert“ in einer Kirche) war als Eventkunst gedacht, nicht als Musikereignis.

Das ändert meine Sicht auf die ganze Geschichte sehr.
Nicht, dass ich sagen möchte, dass ich in Ordnung finde, was da passiert ist, aber ich finde, es macht es gewichtiger, wenn es um Kunst und aktiven Widerstand gegen die Regierung in Moskau geht, als um Musiker, die sich halt einen etwas dämlichen Ort für ein Konzert ausgesucht hatten.

Aber vielleicht ist mein Bild von Musikern auch zu sehr von Justin Bieber et.al. geprägt, um anerkennen zu können, dass auch Musiker ja eigentlich Künstler sind.

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Eine Antwort zu Punk Art.

  1. m schreibt:

    Justin Bieber ist ein guter Vergleich denn bei Pussy Riot geht es mir ähnlich: da will jemand mit allen Mitteln Popstar sein. Warten wir es ab.

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