löchrig wie ein schweizer käse.

gestern abend hörte ich ein interview zur masseneinwanderungsinitiative mit volker kauder, deutsche cdu, und die strikt ablehnende haltung der EU nach der absage durch die schweiz, das freizügigkeitsabkommen mit kroatien zu unterzeichnen.
die EU hat daraufhin zwei programme gestoppt – erasmus plus, das studentenaustauschprogramm, sowie horizon 2020, ein forschungsprogramm.

jedenfalls fragte der schweizer interviewführende, ob nicht die EU auch der schweiz entgegen kommen müsse, schliesslich sei die EU auch auf die schweiz angewiesen.

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nein, verdammt, die EU ist sowas von im recht. die schweiz hat NEIN gesagt, und wenn die parteien, verbände und menschen zu blöd sind, zu kapieren, welche auswirkungen die annahme der initiative haben würde, sind sie verf**** noch eins selber schuld. man beharrt hier sehr darauf, dass eigenverantwortliches handeln ein grundlegender wert der eidgenossenschaft ist – dann übernehmt die verantwortung für euer handeln! echt hey! die EU könnte in aller seelenruhe die grenzkontrollen wieder einführen und alles auf 0 drehen, was die bilateralen verträge bewirkt haben, und sie hätte verdammt noch mal recht. ich hoffe fast, dass sie das tun, damit die 50.3% schweizer ihre eigene blödheit erkennen, und die restlichen 49.7% vor den scherben ihrer unfähigen kommunikation stehen müssen. die EU sollte eine möglichst harte und konsequente linie vertreten (eine linie, keine weich gekochte spaghetti!), und die schweiz muss jetzt gucken, wie sie da wieder rauskommt.
vor ein paar jahren, vielleicht war es zur zeit des irakkriegs, regte ich mich fundamental über polen und die haltung zur währungsunion auf… meine antwort von damals gilt auch heute für die schweiz: nein, ihr hasis – das spiel geht so: IHR wollt etwas, also müsst ihr männchen machen und euch anpassen. die (restlichen) europäischen staaten kommen gut ohne euch aus.

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2 Antworten zu löchrig wie ein schweizer käse.

  1. Studiosus Curiosus schreibt:

    Mag sein, dass die EU-Staaten gut ohne die Schweiz und bilaterale Abkommen mit ihr auskommen.
    Andererseits heisst es Äpfel mit Birnen zu vergleichen, wenn man Polen mit der Schweiz gleichsetzt. Allein die wirtschaftlichen Voraussetzungen beider Staaten differieren doch mehr als deutlich, damals wie heute.
    Die Schweiz steht, wirtschaftlich betrachtet, auf recht sicheren Füssen. Anders als die USA, welche die Schweiz durch die zahlreichen Verflechtungen Schweizer Banken mit der amerikanischen Wirtschaft tatsächlich wirtschaftlich unter Druck setzen können, hat die EU diesbezüglich kaum Ansatzpunkte. Das Bankenwesen, Schweizer Maschinenbau und andere Präzisionsindustriezweige sind nicht zwingend auf Exporte in den EU-/EFTA-Raum angewiesen. Mittlerweile gibt es weltweit genügend solvente Abnehmer für Produkte „Made in Switzerland“, auch jenseits von Rolex und Offiziersmessern! Da für die Umsetzung der Initiative drei Jahre vorgesehen sind, wäre innert dieser Zeitspanne eine – zumindest teilweise – Neuausrichtung diesbezüglich möglich, falls die EU blöde genug wäre, hier eine Blockadestrategie zu fahren.

    Davon abgesehen, gilt es einmal die Relationen in der Schweiz und in Deutschland zu beleuchten, wenn es um den jeweiligen Ausländeranteil geht:
    Ende 2012 betrug der Ausländeranteil in der Schweiz 23,3% (ständige ausländische Wohnbevölkerung, Quelle: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/07/blank/key/01/01.html). Und jetzt stellen wir uns einmal die Frage, wie eine Abstimmung des „deutschen Stimmvolkes“ wohl bei einem ähnlich hohen Ausländeranteil in Deutschland (derzeit ca. 9%!) heute ausgehen würde? – Meine Prognose: das wäre kein knappes Ergebnis wie in der Schweiz – und zwar unabhängig vom tatsächlichen Ausländeranteil!

    Mein Tipp: Lasst die Schweizer Schweizer sein. Sie haben mich seinerzeit freundlich empfangen und mich von allen Seiten zu Beginn meiner Tätigkeit dort unterstützt. Ich konnte berufsbedingt schweizweit die verschiedensten Menschen kennenlernen. Und nicht einer darunter, den ich nicht gerne zuweilen wieder sehe.
    Meine Überzeugung: Wer andere Erfahrungen mit Schweizern – einschließlich der Behörden! – macht, macht etwas falsch! 😉

    • finjareloaded schreibt:

      dass ich in der schweiz lebe und mich hier sehr wohl fühle und am liebsten nie wieder weg will, ist dir klar? die meisten meiner freunde sind schweizer, ich bin gern hier, aber die dummbatzige opferhaltung der svp muss ich trotzdem nicht gut finden. im gegenteil – gerade weil ich die schweiz so gern mag und so gerne hier lebe, tut es doppelt weh, dass eine so offensichtlich kurzsichtige entscheidung getroffen wurde.
      und schon klar, polen und schweiz sind nicht vergleichbar, es geht nur um die anspruchshaltung in völliger verschätzung der eigenen wichtigkeit.

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