kopf ordnen, zwei.

für eine zeitlang war da jemand, mit dem es sich anfangs recht angenehm anfühlte. ich war sogar so weit, dass ich meine daueraffäre vorwarnte, dass dieser jemand vielleicht nicht gern teilt, und unsere interaktion nach zwei jahren vielleicht ihr ende nehmen könnte.

aber irgendwie ist es ab da schief gelaufen – wobei ich nicht weiss, wieviel davon meine eigene angst vor bindung war, wieviel er zu schnell zu viel wollte, wieviel fehlende gefühle zu verantworten haben.

zuletzt fühlte ich mich schon deutlich unwohl bei den treffen, und dann endlich kamen wir auf die idee, unsere vorstellungen von beziehung abzugleichen. stellte sich raus, dass das, was ich unter beziehung verstehe, seiner idee von affäre entspricht, und sein beziehungskonzept für mich unter freiheitsberaubung fällt.

nun gut, kommt vor. die wege trennten sich grösstenteils, weil freundesein nicht funktioniert, wenn einer mehr will als der andere, und für mich war das ab da völlig erledigt.

was aber geblieben ist, ist die sehnsucht nach einem anderen mann.

den ich so sehr vermisse, dass es mir manchmal die kehle zuschnürt, immer noch, auch monate nach dem ende. der aber untrennbar mit einer erinnerung verbunden ist, die mir immer noch den magen umdreht. ich will ihm schreiben, ein einziges mal so tun, als sei mein leben ein hollywood-film und vor seiner tür stehen. bei jedem mann, der ihm auch nur entfernt ähnlich sieht, macht mein herz einen satz, bis mir klar wird, dass er es nicht ist. ich träume nachts von ihm und könnte beim aufwachen heulen, wenn ich begreife, dass das nur ein traum war.
aber immer, wenn ich die email abschicken will, oder mich ins auto setzen will, um zu ihm zu fahren, kommt mir dieses bild, das alles kaputt gemacht hat, und dann speichere ich die email im entwürfe-ordner und sende sie doch nie ab; ich lege den autoschlüssel wieder fort und texte zur ablenkung mit irgendwem. ich vergrabe mich in büchern, was aber nur damit endet, dass ich ausgerechnet ihm von der grossartigkeit dieser bücher erzählen will.

wenn ich wüsste, was zu tun ist, würde ich es ja tun, aber alles, was mir einfällt, ist „weitermachen“ und heimlich weinen.

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