das schlimme K-Wort

Ich stand gestern auf dem Gang im Büro und telefonierte mit einem Kollegen für ein Projekt, und da wir in einigen zentralen Aspekten zusammen gearbeitet haben, habe ich ihn am Telefon über meine Kündigung informiert.
Ich stand ein paar Meter entfernt, aber ich sah einige Köpfe hochrucken, und nur wenig später erhielt ich den folgenden Hinweis eines höherrangigen Mitarbeiters – ich möge es doch bitte unterlassen, laut über meine Kündigung zu sprechen.
What. The. Fuck.?
Begründung: Das würde Unruhe in der Belegschaft auslösen.
In persönlichen Gesprächen mit Kollegen sei das ja okay, aber auf dem Gang oder im Aufzug oder im Grossraumbüro das Wort „Kündigung“ zu benutzen sei nicht sonderlich gern gesehen.
Ich lache immer noch.
Wenn es so einfach ist, die Mitarbeiter zu beunruhigen, sollte man sich als Firma vielleicht doch mal Gedanken machen, ob da was im Argen liegt.

Kündigen ist – ausserhalb von Staatsbetrieben – ein normaler Teil des Arbeitslebens.
Da ich aber häufig in Reaktionen die Bemerkung bekommen habe „Ja, klar, man hat gemerkt, dass du unzufrieden warst, aber unzufrieden sind wir doch alle. Das ist doch kein Grund zum Kündigen!“, ist das wohl nur bezeichnend. Überraschenderweise, doch, Unzufriedenheit ist ein Grund zum Kündigen. Es zwingt mich doch niemand, konstant unzufrieden zu sein…

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