C.P.H.

(Ich habe tapfer einen Tag gewartet, um mich nicht ggf unnötig aufzuregen, falls der gestern geschriebene, voll lange Eintrag zu meinem Sonntag in Kopenhagen doch wieder auftaucht…aber er ist dank spontan ausgeloggtem Hotel-Wifi tatsächlich verschwunden. Ich gebe mein Bestes, in etwa dasselbe wie gestern zu schreiben.)

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Ich bin also jetzt diese Woche in Kopenhagen und habe den gestrigen Tag genutzt, mich unter höchster Terrorwarnstufe dem Sightseeing hinzugeben. Ist gelogen, in Wahrheit merkt man kaum etwas von dem Angriff, ausser der gelegentliche Helikopter über der Stadt und einer mittleren Anzahl Polizisten.
Kopenhagen leidet jedenfalls an einer irritierend geringen Anzahl Geldautomaten und einer noch irritierenderen Windstärke. Einmal hat es mich fast in den Hafen gefegt, und nichtmal in Moskau war ich so froh über meine warme Jacke wie hier.
Ich vermute, dass die Stadt bei schönem Wetter überaus bezaubernd und charmant ist.

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Zugegeben, verglichen mit der wilden Sehnsucht, die Tel Aviv in mir ausgelöst hat, oder dem rasenden Tempo von New York ist es hier…nett. Und sicher sehr lebenswert, wie in der Schweiz oder in Baden-Württemberg.

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Was ausnehmend gut gefallen hat, ist die Dänische Nationalgalerie (SMK, auch wenn die Dänen für meinen Geschmack zu viele Menschen gemalt haben – jedenfalls wenn die Ausstellung zu dänischer Kunst eine Indikation ist), und das Dänische Designmuseum.
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Wenn einer der nächsten Abende (schliesslich bin ich zum Arbeiten hier) es zulässt, will ich auch noch das Dänische Centrum für Design besuchen, weil mich das Thema Design im Moment mehr interessiert als Kunst. Wenn ich nämlich betrachte, welchen gesellschaftlichen und kulturellen Beitrag zeitgenössische Kunst leistet, und welchen aktuelles Design, dann ist letzteres meines Erachtens relevanter. Kunst ergeht sich primär in selbstreferentieller Geilheit über die eigene vermeintliche Schockwirkung, während Design in mancherlei Hinsicht wenigstens versucht, zu Debatten um Nachhaltigkeit, Konsum, Digitalisierung etc beizutragen. Aber dies nur am Rande.

Gemäss Schrittzählerapp bin ich gestern knapp 16km durch die Stadt gewandert, auch wenn ich das für einen Messfehler halte. Wenn ich in Dänemark 16km wandere, bin ich doch längst in Schweden!
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Insgesamt gefällt es mir gut, und ich hoffe, dass ich hier im Sommer nochmal herkomme, um mich davon zu überzeugen, dass jede Stadt bei grauem Himmel und heftigem Wind bedrückend wirkt.

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