Mall Culture.

Wenn ich gross bin, möchte ich auch mal so arrogant sein wie die Leute, die voller Ernst sagen, dass sie zwar möchten, dass sich alle Länder entwickeln und reich werden, dies möge aber bitte nicht den lokalen Charakter zerstören und damit enden, dass alle Malls dieser Welt genau gleich aussehen, oder dass es überhaupt Malls gibt.
Sie lassen dabei ausser acht, dass Malls, und alles, was sie symbolisieren (Überfluss, Konsum, nutzlose Zeitverschwendung, Grosszügigkeit, Sauberkeit, Künstlichkeit, Bequemlichkeit, Unabhängigkeit von Umwelteinflüssen, Sicherheit…), genauso wie die Verbreitung globaler Marken und Trends, genau diese Entwicklung, bzw. die Entwickeltheit sind.

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Mal davon abgesehen, dass damit den Menschen in sich entwickelnden Ländern das Wertesystem aufgedrückt wird, dass sich „im Westen“ nur in einer Situation von Wohlstand und Überfluss entwickeln konnte – erst wenn ich Überfluss und Konsum kenne, kann ich den Wert von Handwerk und Selbstgemachtem schätzen. Wieso sollte ich als Türke, Indonesier, Kenianer oder Chilene mir nicht wünschen, die Standardisierung, Perfektion und vielfach auch bessere Qualität globaler Marken zu nutzen, nur damit sich Touristen (!) angemessen authentisch fühlen, wenn sie in andere Länder reisen?
…und: ist es denn wirklich das, was/wie/wo man einkauft, was eine Kultur ausmacht?

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