Von Kairo nach (fast) Kapstadt.

image

Gerade in Kairo, und im Vergleich mit Istanbul ist der Verkehr richtig entspannt. Es gefällt mir hier – eine extreme Mischung aus Israel und der Türkei.
Zugegeben bekomme ich nur wenig von der Stadt selbst mit, weil der Kunde, bei dem wir sind, im gleichen Gebäude wie das Hotel ist, sodass wir morgens quasi vom Frühstücksraum in den Meetingraum kippen.
Heute hat sich die ägyptische Kollegin aber Zeit genommen, mit uns essen zu gehen, in einem alten Viertel von Kairo auf der Nilinsel, Zamalek. Auf dem Rückweg sind wir auch am Tahriri Square vorbei gekommen, der – ähnlich wie Taksim Square in Istanbul – an sich ziemlich unspektakulär ist. Jetzt fehlt mir eigentlich nur noch der Maidan für einen Revolutionsplatz-Hattrick, aber soweit ich weiss, haben wir aktuell keine Kunden in der Ukraine.
Ich war jedenfalls überrascht, dass es nur je einen Direktflug hin und zurück zwischen Kairo und Zürich gibt, sodass ich darauf verzichtet habe, meinen Aufenthalt für ein bisschen Sightseeing zu verlängern. Wenn ich Glück habe, komme ich ja noch öfter hierher.
Und da ich seit heute weiss, dass ich nächste Woche in Johannesburg sein werde, ist das sogar auch praktisch – ich komme Freitagabend zurück und fliege Samstagabend nach Südafrika. (Yay!)
Aber ich habe immerhin Freitagvormittag für einen Besuch des ägyptischen Museums – als Kind war ich der festen Überzeugung, dass ich Ägyptologe werden will. Die Pyramiden lasse ich aus, das wird zeitlich kaum möglich sein, aber ich habe zudem aus sicherer Quelle erfahren, dass der Anblick recht enttäuschend ist, also wird mich Tut-Ankh-Amun allein begeistern müssen.

image

…Also jedenfalls liebe ich meinen neuen Job, weil ich all diese Orte sehe und dabei auch noch tatsächlich spannende, herausfordernde Arbeit mache, in der Gesellschaft von klugen, interessanten Menschen, mit denen man sich in der Mittagspause problemlos über die Parlamentswahlen in Israel, indisches Essen in London und die Feinheiten analytischer Modelle unterhalten kann. Und der pakistanische Kollege erzählt von seinen Abenteuern im Himalaya und die äyptische Kollegin berichtet in fliessendem Deutsch von ihrer Zeit in Mönchengladbach, dazu essen wir libanesisches Essen und ich organisiere mir ein Hotel in Johannesburg. Es könnte sein, dass ich endlich ein wirksames Mittel gegen mein moving feet syndrome gefunden habe. Vorerst jedenfalls.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Leben. Und so., On the road. veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s