arbeitslos

Mir wurde Ende November gekündigt.
Aus vielerlei Gründen bin ich nicht komplett böse drum, zumal ich selbst schon nach einer neuen Stelle suchte (trotz all der Reisen habe ich irgendwann erkennen müssen, dass ich dort nicht glücklich werde).
Und ich vermag es selbst nur so halb zu begreifen, was da gerade passiert, denn die Kündigung erhalten und arbeitslos werden war immer meine allergrösste Angst. Aber nach dem initialen Schock fühle ich mich wie befreit und merke erst jetzt, wie schlecht es mir in den letzten Monaten ging (eigentlich seit Juli).

All die Energie und der Tatendrang, die ich so vermisst haben, sind wieder da, und ich vibriere regelrecht vor Ideen, was ich jetzt alles machen will – und zwar nicht ausschliesslich in der Form von „welches Buch lese ich als nächstes“…

 

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Dieser Beitrag wurde unter Arbeitsbiene, Leben. Und so., This shit just happens to me veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu arbeitslos

  1. Rakkox schreibt:

    So etwas ist immer blöd und ich wünsche Dir, dass Du das wirklich so souverän nehmen kannst wie Du schreibst. Vor einigen Jahren ist mir das auch passiert und mich hat es damals ziemlich gelähmt – insbesondere als ich dann die Erfahrung einiger Ablehnungen machen musste, die ich als „Sie sind uns nicht genug“ interpretiert habe. Ich empfand dies als Entwertung der vorangegangenen beruflichen Leistung, aus der ich doch ein gewisses Selbstbewusstsein abgeleitet hatte, solange ich den Job noch hatte. Damals wurde mir bewusst, welche (nicht nur finanzielle) Bedeutung dieses Eingebundensein in einen professionellen Alltag für mich hat. Ich hoffe, Du findest recht bald etwas, was Dir Spaß macht und lass Dir die kurzen dunklen Tage nicht zu sehr aufs Gemüt schlagen.

    • finjareloaded schreibt:

      Ja, ich nehme es tatsächlich so locker, wie ich es schreibe – auch, weil ich gerade den besten Jobtitel aller Zeiten habe, um auf Arbeitssuche zu sein. Die Nachfrage nach Data Scientists ist so immens, dass ich mir meine nächste Stelle quasi malen kann.

      Aber ich habe Zeit meines Lebens unglaubliche Angst davor gehabt, weil mir doch auch bewusst ist, wie sehr ich mich über meinen Job und Erfolg definiere. Das Loch, in das ich dann falle, ist tief. Sehr, sehr tief.
      Ich habe aber die schmerzhaften, lähmenden, depressiven Gedanken von Ende Juli bis Mitte November gehabt, als ich mich mit dem Versagen von Vorgesetzten abfinden musste, und vor allem, als ich mir eingestehen musste, dass ich nicht in diese Firma und nicht in dieses Team gehöre. Das habe ich als mein Versagen empfunden, als ein „ich bin nicht gut genug“ auf persönlichem Level.

      Ich habe *jetzt* unglaubliches Glück in dieser eigentlich beschissenen Situation, das ist mir klar. Ich weiss auch, wie selten es so gut läuft.

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