achtung, auskotzpost. im wahrsten sinne des wortes.

lesen sie lieber nicht weiter, wenn sie mich weiterhin für einen halbwegs toleranten und spassigen menschen halten wollen.

auf dem rückflug aus london hat mein sitznachbar kurz nach dem start eine widerliche mischung aus alkohol und blut auf sich selbst, gegen den vordersitz und die innenwand des fliegers gekotzt. dankenswerterweise nicht auf mich.
ursache: unbekannt. aber die schlurige art zu sprechen hat klar gemacht, dass er noch deutlich mehr alkohol im blut als im magen gehabt hat. satz geradeaus sprechen war nicht mehr. (da ich mich im normalfall darauf beschränke, neutral-höflich zu gucken und aufzustehen, ohne meine ohrstöpsel aus den ohren zu nehmen, wenn mein sitznachbar noch an mir vorbei will, hatte ich keinerlei hinweis auf seinen zustand.)

und mit sicherheit wäre mein mitleid grösser und die abscheu kleiner, wenn es nicht alkohol wäre.

meine einzige andere richtig beschissene flugerfahrung in den letzten jahren war ein volltrunkener, stinkender russe auf dem weg nach moskau, der rumpöbelte.

ich bin in der vergangenheit gegenüber exzessiv oder suchtmässig konsumierten alkohol sehr intolerant geworden – auch ausserhalb von flugzeugen. diese episode erinnert mich nur wieder einmal daran, wie verabscheuungswürdig ich alkoholtrinken* finde.
und dabei geht es mir nicht einmal so sehr um die sucht oder den exzess, sondern darum, dass trinken immer andere menschen belästigt. wenn betrunkene still und in sich gekehrt wären, wäre mein ekel geringer – es ist die unfähigkeit, an sich zu halten, leise zu sein, unauffällig zu sein, die mich anwidert.

jeder mag ja sein leben ruinieren wie er will, aber er möge dies bitte für sich allein tun und andere menschen nicht damit belästigen.

*ein glas wein oder zwei zum abendessen oder ein glas sekt zum anstossen sind für mich das maximum des erträglichen bei anderen geworden. die typen, die im flieger ein dosenbier (!) bestellen, nerven mich schon tödlich, weil ich genau weiss, dass damit die chance steigt, dass sie irgendwo über dem elsass plötzlich befinden, dass sie sich mit mir unterhalten wollen, um mich von ihrer eigenen grossartigkeit zu überzeugen.

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