Was, wenn alle Grenzen offen wären?

Was, wenn alle Menschen einfach nur Menschen wären, nicht Deutsche, nicht Schweizer, nicht Briten, nicht Syrer, nicht Iraner, nicht Serben, nicht Albaner, nicht Eritreer, nicht Brasilianer…?

Update um den Text eines Tweets, den ich direkt nach diesem Eintrag schrieb, und der eigentlich auch hier dazu gehört:

Was, wenn wir rückblickend die Generation Schengen sind? Die einzigen, die sich für einen Moment als Europäer verstanden?

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3 Antworten zu

  1. Rakkox schreibt:

    Das ist ein Riesenthema, das Du da aufmachst. Ich bin mittlerweile skeptisch, was solche Gedankenspiele angeht. Ich bin vielmehr davon überzeugt, dass Menschen, weil sie sind wie sie sind, ein verfasstes Gemeinwesen brauchen. Dass sie Regeln brauchen, nach denen sie ihr Miteinander organisieren, und die auch beschreiben, was passiert, wenn man dagegen verstößt. Und ich glaube auch, dass diese Gemeinwesen nicht beliebig groß sein können, weil die Menschen sie dann nicht mehr überblicken, ihren geleisteten Beitrag wiedererkennen und das für einander Einstehen, die gesellschaftliche Solidarität, nicht mehr funktioniert. Gemeinwesen sind darauf angewiesen, dass jeder seinen ihm angemessenen Beitrag leistet. Auf dem Solidarprinzip aufbauende Gemeinwesen müssen deshalb auch vor Missbrauch geschützt werden, weil nicht alle Menschen gut sind. Ich glaube nicht, dass ein solidarisches Miteinander in einer riesigen Weltgesellschaft funktionieren würde (mit der ich mit 18, 19 Jahren durchaus sympathisiert habe).

    • finjareloaded schreibt:

      Ich befürchte, dass du Recht hast. Nationalstaaten sind nur so nutzlos (um nicht gefährlich zu sagen), und offene Grenzen wären so viel besser… Aber ja, wenn ich akzeptiere, dass Menschen sind, wie sie sind (was ich meistens nicht tun will, weil Menschen meistens unfassbar dumm sind), dann ist das wohl so.
      Wo bewirbt man sich nochmal für die Marsexpedition?

  2. unkreativername schreibt:

    Ich musste gestern wieder daran denken: Ich bin von Deutschland nach Belgien gefahren – über die Niederlande. Keine Grenze, kein Schlagbaum, keine fremde Währung.

    Das ist schon bemerkenswert – leider oft nur für die Leute die es noch anders kennen. In sofern ist die EU also wirklich etwas richtig tolles. Die Kehrseite der Medallie ist, dass die EU aus einer Wirtschaftsunion heraus entstanden ist und das Leitbild war und ist wirtschaftliches Wachstum – nicht der Mensch.

    Der Kommentator weiter oben zeigt das auch sehr schön, wenn er über die Pflicht redet, ein jeder müsse einen Beitrag leisten.

    Ich bin da anderer Meinung, das hier auszuführen würde den Rahmen sprengen (Stichwort: BGE). Aber im Wesentlichen hoffe ich einfach das Du unrecht hast und wir irgendwann von einer Delle im Prozess der offenen Union (und später Europas als Kontinent?) reden. Und nicht alles über den Haufen werfen.

    Dafür müssen wir meines Erachtens aber anfangen den Mensch (unabhängig von Geschlecht, Religion, Herkunft usw) in den Vordergrund zu stellen.

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