Und noch einer.

Dass der Rassismus von innen kommt. Dass er in den Deutschen zu schlummern scheint und auf den Dornröschenkuss wartet. Am Ende der Weimarer Republik küsste Hitler die Deutschen. Jetzt tun es AfD und Co. – Petry und Höcke spitzen ihre Münder, die NPD lässt ja seit Jahren nichts anbrennen und hat sogar schon das Kondom übergezogen, die CSU krault aber auch schonmal im Nacken herum (wer hätte das gedacht?).

Nachdem wir uns nun irgendwie alle einig sind, dass wir dagegen aufstehen müssen, damit uns Hitler nicht aus dem Grab heraus nochmal fickt (entschuldigen Sie dieses Wort, nur scheint es hier nur mit allzu klarer Sprache zu gehen, ausserdem ist lavievagabondes Metapher eine der besten ever) – wer hat denn ostdeutsche Nazifreunde, mit denen man reden könnte? Wessen Onkel, Mutter, grosse Schwester, Cousin zweiten Grades sagt solche Dinge beim Sonntagsbrunch – und wessen restliche Familie würde nicht um des lieben Friedens willen um Ruhe bitten?

Es mag zu einfach und zu naiv sein, dass ich sage, dass in meinem Umfeld niemand auftaucht, der so eine Scheisse absondert, aber so ist das. (Ein weiterer Vorteil von sehr wenig Sozialkontakten – man kann da sehr selektiv sein.)

Also, ich gelobe hiermit, aufzustehen und dagegenzuhalten, wenn in meiner Gegenwart Rassismus geäussert wird. Ich gelobe, etwas zu sagen, wenn in der SBahn wieder nur die offensichtlichen Ausländer neben ihrem Fahrschein auch ihren Ausweis zeigen müssen.
Ich gelobe, auch den neuen Kollegen klar zu sagen, dass ich es für richtig halte, was Angela Merkel sagt und tut (in diesem Zusammenhang jedenfalls), auch wenn mich dann zwei, drei Leute vielleicht nie auf ihren Projekten haben wollen werden.
Ich gelobe, dass ich alles, was ich für meinen Neffen und meine Nichte spare, so einzusetzen, dass sie weltoffen und tolerant werden (als müsste ich das, ihre Eltern unternehmen da schon jetzt genug), und ihnen mitzugeben, dass sie mutig gegen Rassisten aufstehen müssen.
Ich gelobe, meinem MdB einen entsprechenden Brief zu schreiben.
Ich gelobe, der Lokalzeitung einen entaprechenden Leserbrief zu schreiben.

Weil ich es eh nicht ausstehen kann, von Fremden angefasst zu werden – und mir sicher nicht von der CSU den Nacken kraulen lassen möchte.

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