Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, 02.2016

Caroline Webb, How to have a good day: Nach einem Podcast begonnen und viele, viele interessante Aspekte mitgenommen. So viele, dass es sich eigentlich sehr lohnen würde, alle mal in eine für mich sinnvolle Reihenfolge zu bringen, andererseits ist das auch wieder ganz schön viel Arbeit.
Grundsätzlich nimmt Webb, ehemalige McKinsey-Beraterin, sich die Erkenntnisse der Neuropsychologie vor, und macht daraus Empfehlungen und Ratschläge fürs echte Leben. Weil ein gutes Leben die Summe aller guter Tage ist. Schöne Herangehensweise, gut zu lesen, eben viel zum Nachdenken. Deutlich empfehlenswert.

Peter Ackroyd, London – The Concise Biography: Hm. Riesenwälzer, den es leider nicht als Kindle-Version gibt, weswegen sich das Lesen hinzieht. Ausserdem liest es sich mitunter reichlich zäh, und ich tue mich schwer, seiner Art des Erzählens der Stadtgeschichte zu folgen. Wird mich vermutlich bis Ende des Jahres begleiten, untermalt von einigen weiteren Büchern über die Geschichte der Stadt.

John Oakland, British Civilization: Ein Lehrbuch, vermutlich eher für Oberstufenschüler oder Bachelor-Studenten der Anglistik gedacht, aber gibt einen sehr guten Überblick über alle relevanten Themen, die das Leben in Grossbritannien betreffen. Liest sich auch sehr gut und ist super strukturiert. Kann ich jedem Neueinwanderer nach Grossbritannien nur empfehlen, auch wenn ich immer noch vermute, dass ich der einzige derart streberhafte Immigrant bin.

Kenneth Bonert, The Lion Seeker: Angefangen in einem Moment, in dem ich mich nur unfassbar schwer konzentrieren konnte, und erst einmal nach zwei Kapiteln stecken geblieben. Eine jüdische Familie wandert von Osteuropa nach Johannesburg in Südafrika aus, schätzungsweise Ende des 19. Jahrhunderts. Nach zwei Kapiteln lässt sich noch nicht viel sagen, aber ich bin im Moment auch zu sprunghaft, um mich an die Fährte des Buchs zu heften und mich einzugraben. Vielleicht, weil ich gerade nicht so sehr wie in den letzten Monaten auf der Flucht vor meiner eigenen Realität bin, dass ich eine fremde Realität brauche.

Zadie Smith, NW: Es langweilt Sie schon ein bisschen, oder? NW steht seit eeeewig auf meiner Amazon-Leseliste, und seit ich weiss, dass NW für North West steht und einen Postcode in London bezeichnet (wir werden SE wohnen, also South East), habe ich mir das Buch nun endlich geladen und angefangen zu lesen. Auch hier bin ich noch nicht besonders weit, so ein Umzug von ZRH nach LON ist ja schon recht zeitintensiv und anstrengend. Vielleicht gibt es im März mehr dazu zu sagen.
Bisher ein ganz guter Start, etwas angenehmer zu lesen als The Lion Seeker, auch wenn ich das erste Kapitel erst beim zweiten Mal lesen verstanden habe. Beim ersten Mal machte keines der Worte darin Sinn, beim zweiten Mal kam es mir vor, als würde mich das Buch vor lauter Bedeutung erschlagen. Was positiv gemeint ist.
Vielleicht lese ich auch irgendwann nochmal White Teeth von Zadie Smith, ihr Erstlingswerk und eins meiner allerersten auf englisch gelesenen Bücher, das ich damals, mit 14 oder 15 gar nicht richtig verstehen konnte. Also, klar, die Geschichte, aber nicht den kulturellen und politischen und philosophischen Hintergrund.

Subhes C. Bhattacharyya – Energy Economics: Naja, wenn sie sich für Energieökonomie interessieren und einen schnellen Einstieg brauchen (zB. weil sie einen neuen Job in einer auf Energieunternehmen Beratungsfirma beginnen), dann ist das wohl ein gutes Buch. Für das doch ziemlich trockene Thema liest es sich ganz gut.

Guo, Christopher; Bond, Craig A.; Narayanan, Anu – The Adoption of New Smart-Grid Technologies: Incentives, Outcomes and Opportunities: Ich habe komische Lesegewohnheiten, ist ja schon gut, aber hier sollte klar sein, dass ich das vor allem für die Arbeit lese. Ist aber ein guter Einstieg in die Smartgrid-Thematik.

Jean-Paul Gagnon, Democratic Theorists in Conversation – Turns in Contemporary Thought: Zum gefühlt siebten Mal neu angefangen, weil die Einleitung ganz schön verschwurbelt und theoretisch daherkommt. Was eigentlich kein Wunder ist, schliesslich geht es um Demokratietheorie. Vertritt die These, dass es seit ca 15 Jahren zu einer neuen Bewegung in der Demokratietheorie (New Democracy Theory) gekommen ist, die mit dem Euro-/Anglo-zentrischen Fokus der Demokratietheorie aufräumt. Die Annahme, dass Griechenland die Wiege der Demokratie ist, wird widerlegt (oder zumindest versucht man es), es werden Erfahrungen aus anderen Kulturen, Lebewesen, Zeiten zum Beweis gebracht. Das Ganze dann in Form von Interviews mit den Vordenkern dieser New Democratic Theory, die ihre jeweils eigenen Beiträge dazu erläutern, vorlegen, besprechen. Aus politikwissenschaftlicher Sicht hochspannend.

Moritz Dressel, The Aspiring Advisor: Weitergelesen. Ganz ehrlich – sollte jeder Berufseinsteiger lesen, egal in welcher Branche, und sich zu Herzen nehmen. Einiges ist scheisshart und beratertypisch kalt, aber es ist ein gutes Beispiel dafür, warum Berater fünfmal professioneller sind als jeder „normale“ Mitarbeiter eines Unternehmens.

Alberto Manguel, Tagebuch eines Lesers: Beendet und ein paar interessante Gedankenfetzen und Bruchstücke von Ideen mitgenommen.

 

 

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